Rettungsorganisation GRÜNES KREUZ kämpft um Tarifanpassung

Gleichstellung aller Rettungsorganisationen bei Vergütung von Rettungs- und Krankentransporten

 

Wien (20. Dezember 2007) – Aufgrund der angespannten Finanzlage der Krankenkassen werden die Tarife für Rettungs- und Krankentransporte der Rettungsorganisation GRÜNES KREUZ nicht erhöht. Es ist vor allem die Wiener Gebietskrankenkasse, die einer Anpassung derzeit nicht zustimmt. Damit kann die geplante Umsetzung der Betriebsvereinbarung für alle MitarbeiterInnen vom GRÜNEN KREUZ nicht wie geplant mit Beginn 2008 erfolgen.

 

Rettungsorganisationen stehen seit jeher unter enormen Kostendruck. Erhöhte Treibstoffpreise (16,21% von Jänner bis November 2007), gestiegener Sachkostenaufwand, weniger Zivildiener und Mehrausgaben für MitarbeiterInnen sind Herausforderungen, die das GRÜNE KREUZ, öffentlich rechtlich anerkannter Rettungs-, Krankentransport und Sanitätshilfsdienste, derzeit bewerkstelligen muss.

 

Dem nicht genug wird das GRÜNE KREUZ noch immer bei der Tarifabgeltung benachteiligt: Im Gegensatz zu anderen Rettungsorganisationen wie zum Beispiel dem Roten Kreuz erhält das GRÜNE KREUZ für einen Rettungs- bzw. Krankentransport um durchschnittlich 26 % weniger Tarifvergütung. Und dies bei gleicher Leistung!

 

“Wir sind seit Jahren intensiv bemüht, diese Ungleichbehandlung zu beseitigen. Alle Gesprächsverhandlungen verliefen bis dato jedoch nicht zu unseren Gunsten. Zudem konnten, aufgrund finanzieller Engpässe der Krankenkassen, auch noch die Tarifanpassungen nicht abgeschlossen werden.“ so Sanitätsrat Walter Tögel, Obmann Verein GRÜNES KREUZ. Derzeit werden dem GRÜNEN KREUZ nicht einmal die Kostensteigerungen nach dem Verbraucherpreis-Index (VPI) abgegolten. (Inflationsrate: 2006 zu 2007 bis Oktober = 2,8%)

 

In Folge dessen muss die Umsetzung der vom Betriebsrat der Rettungsorganisation geplanten Betriebsvereinbarung auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mit der gleichen Tarifabgeltung wie jener der „Vier für Wien“ (Rotes Kreuz, Arbeiter Samariter Bund, Johanniter und Malteser Hospitaldienst) wäre eine kräftige Lohnerhöhung zugunsten aller MitarbeiterInnen mit Anfang 2008 erfolgt. Nun muss bis zur nächsten Gesprächsrunde mit den Verantwortlichen der Krankenkassen gewartet werden.

 

Das GRÜNE KREUZ fordert deshalb eine rasche Lösung. Finanzierungslücken und politische Differenzen dürfen unter keinen Umständen auf dem Rücken der PatientInnen, der Rettungsdienste und ihrer ArbeitnehmerInnen ausgetragen werden.


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